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Green Marketing: Brandbuilding und die Vermarktung nachhaltiger Kongresse

Green Meetings: Kongresszentrum darmstadtium überzeugt mit klimaneutralen Veranstaltungen 150.000 Besucher, jährlich rund 320 Events auf insgesamt 18.000 Quadratmetern – Lars Wöhler, Geschäftsführer des darmstadtiums, sprach Ende Mai vor fast 40 Mitgliedern und Gästen des Marketing-Clubs Südhessen e. V. über Markenbildung durch Nachhaltigkeit: Mit seinem Fokus auf Green Meetings hat sich das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt als „Blaupause“ im MICE-Markt (Meetings, Incentives, Conventions, Events) etabliert. Anschließend besichtigten die Gäste den Stand der Bauarbeiten des neuen Veranstaltungssaals „ferrum“. Er wird Ende 2014 eröffnet.

„Wir sind alles, nur kein klassisches Kongresszentrum“, sagte Wöhler. Das darmstadtium zeichne sich vor allem durch gute CO2-Bilanz aus: Da das Veranstaltungshaus auf Ökostrom und Energie aus Erdwärme, Biomasse und Solarenergie setzt, spart es 1.500 Tonnen CO2 im Jahr. Zudem ermöglicht die funktionale und ressourcenschonende Architektur aus Glas und Stahl, Regen zur Bewässerung der Außenanlagen zu verwenden. Mit dem Griff zu regionalen Produkten und Dienstleistungen wirtschaftet das darmstadtium umweltfreundlich und sozialverträglich. Für sein Nachhaltigkeitskonzept wurde ihm 2013 als erstes deutsches Kongresszentrum das Silber-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) verliehen. „Kunden haben bei uns keine Wahl, sie bekommen immer ein Green Meeting“, scherzt Wöhler.

„Wir müssen uns ständig weiterentwickeln“
Beim Bau vor sieben Jahren differenzierte sich das darmstadtium von seinen Wettbewerbern durch sein Nachhaltigkeitskonzept. Heute ist der Markt zusammengerückt – bundesweit haben etwa 40 Prozent der Tagungszentren ein internes Nachhaltigkeitsmanagement eingeführt. Um auch künftig als Benchmark bestehen zu können, müsse sich das darmstadtium ständig weiterentwickeln. Ein Beispiel hierfür sei die neue W-LAN-Infrastruktur, die eine Internet-Anbindung mit bis zu 10 Gigabit möglich macht. „Nur so können wir uns als nachhaltiges Kongresszentrum mit exzellenter IT-Infrastruktur und bestem Service am Markt positionieren“, so Wöhler.

Zielgruppen im Fokus
Ob in Online- oder Printmedien, die Marketingstrategie des darmstadtiums konzentriert sich auf B2B-Kommunikation in der Fachpresse. „Wir sprechen unsere Interessensgruppen immer gezielt an. Anzeigen streuen wir kaum“, erklärt der Geschäftsführer. Aktivitäten in sozialen Netzwerken dienen dazu, im Gespräch zu bleiben. Zudem präsentiere sich das Haus auf internationalen Fachmessen und knüpfe dort Kontakte zu passenden Kunden für klimafreundliche Veranstaltungsformate.

Transparenz sei wichtig, um das ökologische Engagement glaubwürdig nach außen kommunizieren zu können. Unabhängige Zertifikate, wie das Umweltgütezeichen Green Globe, machen die verantwortungsbewusste, umwelt- und ressourcenschonende Arbeitsweise des darmstadtiums für Interessenten nachvollziehbar. „Wenn unsere Kunden sagen, wir arbeiten nachhaltig, haben wir unser Ziel erreicht“, so Wöhler.

Text: rfw. kommunikation